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Duo Manuela Bucher Geneviève Foocroulle (B/F)
 // vom späten Mittelalter zu John Cage 
//Alternativebarock


Manuela Bucher Fidel
Geneviève Foccroulle Klavier

Wie lassen sich die Musik des 15. Jahrhunderts und die aktuelle, zeitgenössische Musik zusammenbringen? Von dieser Frage ausgehend beginnen die beiden Musikerinnen Geneviève Foccroule und Manuela Bucher einen Dialog zwischen diesen beiden Epochen. Der modale Charakter von John Cages "Suite für Toy Piano" findet seinen Widerhall in der spätmittelalterlichen Ästhetik des „Faenza Codex“. Dessen rhythmische Launenhaftigkeit steht wiederum im Gegensatz zu dem engen mathematischen Rahmen der Musik von Hauke Harder. Der Dialog spinnt sich u.a. mit “The Viola in My Life” von Morton Feldman fort. Auch in der Instrumentierung kommt es zu überraschenden Klangkombinationen, so der mittelalterlichen Fidel mit dem zum Teil präparierten Klavier.

In den späten 70er Jahren nahm Geneviève Foccroulle an verschiedenen musikalischen Experimenten teil und entdeckte Barockmusik, zeitgenössische und improvisierte Musik. Bis zum Jahr 2000 unterrichtete sie am Königlichen Musikkonservatorium in Lüttich und trat als Solistin auf. Dann zog sie nach Südwestfrankreich, traf Anthony Braxton und beteiligte sich an seinem Projekt, eine komplette Aufnahme seiner Klaviermusik zu produzieren. Heute arbeitet sie an weiteren Klangprojekten, wie z.B. einer Neuinterpretation der „Goldbergvariationen“ von J. S. Bach.





Manuela Bucher studierte Viola und Blockflöte in Leuven und Wuppertal sowie Improvisation in Lüttich. Sie ist Mitglied des bekannten belgischen "B'rock"-Barockorchesters und arbeitet als freischaffende Künstlerin für verschiedene Ensembles wie Les Muffatti, Il Gardellino und Bach Plus. Mit ihrem Ensemble "Traffik Klassik" erkundet sie das breite Kammermusikrepertoire von Mozart, Haydn und ihren weniger bekannten Zeitgenossen auf historischen Instrumenten. Ihr Interesse für die Fidel und mittelalterliche Musik brachte sie zu Ensembles wie Psallentes und Zefira Torna, mit denen sie in letzter Zeit die „Llibre Vermell“ aufnahm.





Die beiden Musikerinnen arbeiten seit 2000 regelmäßig im Duo. Fasziniert von der Originalität der Musik des “Faenza Codex”, einer Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, arrangierten sie einige der Kompositionen für die ungewöhnliche Kombination von mittelalterlicher Fidel und Klavier, wobei das Klavier neu und anders verwendet wird.



Freitag, 16.02.18 | 20.30 Uhr